Die Aprikose (Prunus armeniaca) ist eine beliebte Steinfrucht. Sie stammt aus Nordostchina nahe der russischen Grenze und nicht aus Armenien, was sich aus dem Artnamen ableiten lässt. Die Aprikose kam erst 3000 Jahre später nach Armenien und wurde 70 v. Chr. von den Römern über Griechenland in ganz Europa verbreitet.
Das traditionelle Anbaugebiet ist das ungarische Tiefland. Die Osmanen pflanzten hier große Obstgärten mit Aprikosen, die nach ihrer Abreise vernachlässigt wurden. Aprikosen eignen sich dafür sehr gut, da sie auch Hitze und Dürre gut vertragen.
Heutzutage werden Aprikosen hauptsächlich in Italien und Spanien angebaut. Auch weiter nördlich werden Aprikosen angebaut, etwa im österreichischen Wachau (Österreich) und im Schweizer Kanton Wallis. Es gibt auch Artenkreuzungen zwischen Aprikose und japanischer Pflaume. Diese Artenkreuzungen sind durch die Namen Plumcot, Aprium und Pluot gekennzeichnet.